Bengalkatze Züchter - Seriös sollte er sein.
Bengalkatze am besten bei einem seriösen Züchter kaufen.

Achtung! Natürlich lesen auch Betrüger, unseriöse Züchter und Vermehrer solche Beiträge und versuchen sich dann daran zu halten und den Schein zu wahren. Am besten ist natürlich immer eine Empfehlung von einer anderen Person (der man vertraut, kein anonymer Gästebucheintrag, Forumseintrag im Internet), am besten einer, die ebenfalls schon einen Kitten bei diesem Züchter gekauft hat. Dann sollte man natürlich auf sein Bauchgefühl hören. Klar ist, dass man keine acht Wochen alte Kitten kaufen sollte, aber natürlich auch keine zwölf Wochen alte Katzenbabys aus einem Kofferraum. Aber was nutzt es, wenn die Kitten zwar im Wohnzimmer sind, aber die gesamte Umgebung völlig verwahrlost und verdreckt ist, es keine Papiere gibt und an Gesundheit und Ernährung gespart wird. Welchen Eindruck kann man gewinnen, wenn man die Kitten und ihre Mutter in einer tollen Wurfbox in einer separaten Scheune zu Gesicht bekommt, aber keinen Eindruck vom Umfeld hat? Und welche Sozialisation können solche Kitten in einer solchen Abgeschiedenheit haben?

Checkliste gute Bengalzüchter erkennen

Eine allumfassende Checkliste zum Erkennen eines guten Bengalkatzen Züchters gibt es nicht. Aber eine Checkliste mit Tipps und Hinweisen, um es den Vermehrern und unseriösen Züchtern möglichst schwer zu machen, die gibt es hier.

Mitgliedschaft in einem Rasseclub ist nur ein gutes Indiz – mehr nicht

Ein Zeichen für eine gute Bengal Zucht kann die Mitgliedschaft in einem Zuchtverband und Rasseclub sein. Wobei es eben auch schwarze Schafe unter den Züchtern gibt, die wissen, wie sie Kontrollen überstehen. Man sollte also immer die eigenen Augen auflassen, auch wenn alle Papiere und der Stammbaum vorliegen und in Ordnung aussehen.

Was macht einen guten Züchter einer Bengal aus?

Wobei die meisten Punkte auf dieser Liste auch für andere Katzenrassen und sogar Hunde gelten. Es ist nichts rassespezifisches daran, einen guten Züchter einer Bengalkatze zu erkennen. Wobei man natürlich sein Wissen über Bengalkatzen prüfen sollte.

Die drei wichtigsten Punkte für einen guten Züchter sind:

  • Liegen alle Papiere für die Bengalkatze vor?
  • Werden die Kätzchen und die Mutterkatze artgerecht gehalten und aufgezogen (den Deckkater bekommt man meist nicht zu Gesicht)?
  • Wie verhält sich der Züchter dem zukünftigen Halter einer seiner Kitten gegenüber? Hat er Fragen?

Wo findet man Züchter?

Zum einen gibt es in dem meisten Katzenzeitschriften Kleinanzeigen, in denen Katzenzüchter Werbung für sich machen bzw. ihre Würfe ankündigen. Und natürlich gibt es auch das Internet, in dem es neben den Zuchtverbänden und Rasseclubs auch die Webseiten der einzelnen Catterys gibt. Und nichts spricht dagegen, bei der Suchmaschine des eigenen Vertrauens den Namen einer Katzenzucht einzugeben und dazu nach Erfahrungen zu suchen.

Der erste Kontakt zum Bengal Züchter

Bengalkatze kaufen - am besten bei einem Züchter.
Eine Bengalkatze kauft man am besten bei einem seriösen Züchter.

Meist hat man bereits Kontakt zum Züchter einer Rassekatze, wenn dieser die Kitten noch gar nicht verkauft. Manchmal sind sie sogar noch gar nicht auf der Welt. Man hat also wirklich genug Zeit, sich einen Züchter genauer anzusehen und sich auch über ihn, die Elterntiere und vielleicht schon abgegebene Tiere zu informieren. Zum Beispiel das Aussehen der Katzenmutter checken. Der lange Vorlauf mag jetzt abschreckend erscheinen, aber ein Tier sollte man sich ja so oder so nicht aus einer Laune heraus, im Vorbeigehen, anschaffen. Sondern erst nach reiflicher Überlegung. Meist haben Züchter auch ein persönliches Zuchtziel oder sie verfolgen das des Katzenvereins, dem sie eben angehören. Auch darüber kann man sich bei einem ersten Kontakt informieren. Heute liegt dieser erste Kontakt sogar schon vor dem ersten Treffen, denn viele Catterys haben heute Webseiten. Der Internetkontakt sollte aber nicht ein persönliches Treffen ersetzen. An einem solchen Treffen sollten beide Seiten Interesse haben: Man selbst, da man ja ein Bengal Kätzchen aus einer verantwortungsvollen Zucht möchte. Und dem Züchter, der seine Bengalbabys ja in verantwortungsvolle Hände abgeben möchte.

Gute Züchter sollten ihre Bengal als Rasse kennen

Gute Züchter sollten nicht nur ihre eigenen Katzen kennen, sondern eben auch die Rasse, zu denen diese gehören. Wenn also ein Züchter viele verschiedene Rassen züchtet, dann ist das wie ein Gemischtwarenhandel, es gibt eben viel, aber nichts wirklich spezielles. Schließlich hat jede Rasse ihre Eigenarten, leider auch ihre Krankheiten und natürlich auch ihre Genetik, die ein guter Züchter eben kennen sollte. Das gilt insbesondere und natürlich auch für die Bengalkatze.

Züchter sollte Fragen haben

Auch der Züchter sollte Fragen an den zukünftigen Katzenbesitzer haben. Bengalen können zum Beispiel ziemlich wild sein, vielleicht möchte er deswegen nicht, dass in der zukünftigen Familie ganz kleine Kinder sind? Oder er ist gegen Haltung im Freigang, da er nicht zum Überfahren werden züchtet. Oder er weiß selbst, wie viel Zeit so eine Bengalkatze in Anspruch nimmt und möchte eben wissen, wie man das als Single neben der Arbeit noch schaffen möchte. Soll es eine Einzelkatze werden, gibt es noch andere Tiere im Haushalt?

Wird es einen Kaufvertrag geben?

Auch sollte man, bevor man sich festlegt, in Erfahrung bringen, ob es einen Kaufvertrag über die Bengalbabys gibt und was darin geregelt wird. Ist es eine Katze, die zum Liebhaberpreis abgegeben wird, dann wird sicherlich festgehalten, das damit nicht weiter gezüchtet wird. Manche Züchter lassen sich auch bestätigen, dass die Katze nur in den gesicherten Freigang darf. Im Vertrag kann auch geregelt werden, was passiert, wenn die neuerworbene Rassekatze unerwartet krank wird.

Weitere Papiere

Natürlich sollten die Papiere später auch bei den Kitten vorliegen, aber in der ersten Entscheidungsphase, kann man sich ja schon mal erkundigen, ob bei dem Muttertier alles in Ordnung ist. Hat es Impfpapiere? Kümmert sich ein Tierarzt um sie? Hat sie Papiere vom Zuchtverein?

Wie alt ist eigentlich die Mutterkatze?

Biologisch gesehen kann eine Kätzin ziemlich lange und ziemlich oft Mutter werden. Züchter, denen es vor allem um den Profit geht, werden die Kätzin möglichst oft und möglichst lange Würfe bekommen lassen. Solche Vermehrerkatzen sind irgendwann völlig ausgelaugt von der Anstrengung ständig schwanger zu sein und Kitten zu bekommen. Ein Indiz für solch profitorientiertes Handeln ist natürlich, wenn die Kitten vor der zwölften Woche abgeben werden. Aber auch beim Alter der Mutter sollte man genau hinschauen. Viel älter als sechs Jahre sollte eine Zuchtkatze bei einem seriösen Züchter nicht sein. Das Alter sollte natürlich aus den Papieren hervorgehen. Und als Richtwert gilt, mehr als drei Würfe in zwei Jahren sollte es bei einer Katze auch nicht sein. Zumindest schreiben das wohl die meisten Vereine so als Maximum vor. Wie viele Würfe es bereits gab, kann man durch gezieltes Nachfragen herausfinden. Oftmals werden die Würfe ja auch mit Bildern auf der Webseite einer Cattery dokumentiert. Eine lückenlose Dokumentation ist schon mal ein gutes Indiz, dass der Züchter nichts zu verbergen hat. Wobei sich so etwas leider auch faken lässt.

Wenn die Kitten da sind

Bengalkatze Kitten 3 Wochen alt.
Ein 3 Wochen altes Bengalkatzen Kitten.

Sind die Kitten da, dann braucht die Katzenmama erst mal ihre Ruhe. Es kann also durchaus ein paar Wochen dauern, bis der Züchter zukünftige Bengalhalter zu Mutter und Wurf lässt. Danach sollte man aber zu Besuch kommen dürfen. Das ist noch einmal die Gelegenheit, um sich einen Eindruck zu verschaffen, wie die Katzenhaltung bisher aussah. Und hat der Züchter auch Zeit für einen? Wobei man auch nicht übertreiben sollte. Natürlich haben Bengalkatzen einen stolzen Preis. Dennoch kauft man nicht den Züchter und seine Zeit gleich über Gebühr mit. Hat man Fragen, dann ist das in Ordnung, die sollte ein seriöser Züchter auch beantworten. Er sollte sich bei einem Besuch auch Zeit nehmen. Man sollte ihm aber auch Zeit und Luft zur Betreuung der Mutterkatze und der Kitten lassen.

Wie sieht es aus? Umgebung der Kitten, Haltung der Katzen …

Bei solchen Besuchen kann man auch durchaus beobachten, wie der Züchter mit dem Wurf und der Mutter umgeht. Was ist im Fressnapf? Ist der Wassernapf sauber? Wenn es weitere Tiere im Haushalt gibt, wie sehen die aus? Gibt es Spielmöglichkeiten (Altersgerecht), Rückzugsmöglichkeiten? Gibt es hochwertiges und rassegerechtes und vor allem auch altersgerechtes Futter? Sehen Mutter und Kitten gesund und munter aus?

Ist alles sauber (ok, Unfälle passieren, auch Kitten), aber ist es grundsätzlich sauber oder gibt es Stellen, gerade da, wo die Kitten und die Mamakatze sind, die Aussehen, als wenn sie schon seit Wochen nicht sauber gemacht wurden? Das es in einer Wohnung, in dem ein Wurf Kitten sind, etwas nach Katze und vielleicht sogar nach Pipi richt, das ist in Ordnung. Keinesfalls darf es aber stinken, als wenn ein Katzenklo, seit Wochen nicht sauber gemacht wurde.

Stimmen die Papiere?

Damit sind nicht nur Stammbaum und Co. gemeint, sondern auch Impfpass und Dokumente zur tierärztlichen Betreuung der Katzenbabys und der Katzenmutter. Wobei man sich die Papiere der Katzenmutter schon beim ersten Kontakt mit dem Züchter hat zeigen lassen können.

Wie alt sind die Bengal Kitten bei der Abholung?

Katzen Kitten sollten nicht unter zwölf Wochen alt sein, wenn sie abgegeben werden. Punkt. Geschichten wie, die sind wirklich richtig selbständig für ihr Alter oder rassepassend: Das sind Bengalkitten, also fast noch Wildkatzen, in freier Natur müssen die auch früher flüge werden sind Blödsinn. Kitten brauchen ihre Zeit mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern. Das ist wichtig für ihre geistige und körperliche Gesundheit und erst recht für ihre Sozialisation.

Grundimmunisierung

Ab Abholtag sollten Kitten nicht nur alle Papiere haben, sie sollten auch eine Grundimmunisierung haben und mehrfach entwurmt sein. Und das sollte im Impfpass dokumentiert sein.

Bengalkatzen Züchter ist Ansprechpartner auch nach dem Abholtag

Klar, wenn am Abholtag auffällt, dass der Züchter einem nur sehr erleichtert auf Nimmerwiedersehen wünscht und man weder eine Decke noch vertrautes Fressen für das ausgesuchte Bengal Kitten mitbekommt, dann ist es mit Sicherheit zu spät, noch von einem Vertrag zurücktreten zu wollen. Und wenn man vorher schon zu Besuch war, hat man sich in seinen Kitten sicherlich schon längst rettungslos verguckt, um noch etwas zu ändern. Der Züchter sollte anbieten, auch nach dem Abholtag noch als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen (schließlich wird er noch einige Tage derjenige bleiben, der die kleine Samtpfote mit am besten kennt) und eigentlich wäre es gut, wenn man für den Übergang für das Kitten etwas Vertrautes erhält, um die Trennung von Mama und Geschwistern zu erleichtern. Und vielleicht gibt es sogar noch ein paar gewohnte Leckerchens mit auf den Weg.

Keine Bengal Züchter Liste

Wer sich hier eine Liste an Bengalkatzen Züchtern erhofft hat, denn musste ich leider enttäuschen. Wer einen Link zu einer solchen Liste kennt, kann ihn gerne in den Kommentaren hinterlassen. Solche Listen sind aber immer mit Vorsicht zu genießen. Oftmals werden sie nicht ständig gepflegt und so werden Plätze von unseriösen Züchtern übernommen. Deswegen immer mindestens zwei Mal hinschauen!

Siehe auch: