Bengalkatze kaufen - am besten bei einem Züchter.
Eine Bengalkatze kauft man am besten bei einem seriösen Züchter.

Echte Bengalkatzen sind wertvolle Rassekatzen. Bengalen sollte man daher auch beim Bengal Züchter seines Vertrauens kaufen. Kennt man ihn noch nicht, dann gilt es möglichst viele Informationen einzuholen, um ja nicht an ein schwarzes Schaf (Züchter zu sein bedeutet nämlich nicht automatisch ein toller Mensch und Katzenfreund zu sein) oder einen Vermehrer zu geraten. Bengalkatze kaufen und das günstig, das geht fast immer auf Kosten der Katze.

Bengalkatzen sind Rassekatzen und haben ihren Preis

Rassekatzen kosten Geld und immer wenn Geld im Spiel ist, gibt es leider auch Menschen, die auf reine Gewinnmaximierung aus sind. Und das geht dann auf Kosten der Tiere. Für die Kätzin, weil sie viel zu viele Würfe hat. Für die Kitten, weil sie im besten Fall nur zu früh von der Mutter getrennt werden, meist aber auch wichtige gesundheitliche Untersuchungen und Impfungen nicht erhalten. Und nur zu früh – das bedeutet nicht nur Stress für die Katzenbabys und die Mutter, es fehlt die wichtige Sozialisation durch diese und meist ist es noch nicht mal so, dass die Kitten dann wenigstens in liebevolle Hände kommen, häufig werden sie erst noch transportiert, ehe sie gewinnmaximiert verkauft werden. Das auf diesem Transport auch noch viele Kitten sterben – das ist einkalkuliert. Bengalkatzen haben ihren Preis – gerade und eben, wenn sie aus einer seriösen Zucht stammen.

Vermehrern geht es nur um den Profit beim Verkauf der Tiere

Vermehrern geht es nur um den Profit. Und wo ein Züchter auf eine Weiterempfehlung hofft, ist dem Vermehrer eine solche schlicht egal. Es geht um den Profit.

Wer jetzt denkt, ja, gut, dann hat die Kätzin etwas mehr Würfe und vielleicht ist das Kitten ein wenig klein geraten, oder ist ein wenig kränklich, zum Beispiel weil beim Tierarzt oder auch beim hochwertigem Futter gespart wurde. Hier hofft man selbst auf Glück, was mit den Katzen ist, ist einem wohl egal. Zudem es eben auch Katzenbabys gibt, die sind so krank, dass sie die ersten Monate nicht überleben und dann bei ihren neuen Besitzern sterben. Und auch wenn ich diesen Satz an dieser Stelle verabscheue, aber vielleicht ist es nicht anders zu verstehen: Wer billig kauft, kauft häufig zwei Mal. Das gilt auch beim Kauf einer Bengalkatze bzw. anderen Rassekatze.

Schließlich können die beim Vermehrer gekauften Kitten auch so krank sein, dass man richtig hohe Folgekosten beim Tierarzt hat. Man spart also vielleicht bei der Anschaffung etwas Geld, weil der Preis für solche Kätzchen aus Katzenfarmen natürlich niedriger liegt. Man legt aber meist eben im Anschluss drauf. Und hat noch für Nachfrage gesorgt und nur wegen der Nachfrage sind solche Vermehrerbetriebe überhaupt am Start.

Keine Garantie für gesunde Bengal beim Kauf vom Züchter

Natürlich gibt es keine Garantie, ein absolut gesundes Tier zu erhalten, nur weil man bei einem Züchter kauft. Aber die Wahrscheinlichkeit ist höher, man hat einen kompetenten Ansprechpartner und vor allem macht man sich nicht an Tierquälerei durch Vermehrerei mitschuldig.

Den günstigen Preis, den man nur ausgeben möchte, den bezahlt das Muttertier (und sicherlich auch der Kater) und eben das Kitten. Bei einem guten Züchter zu kaufen, dem seine Tiere am Herzen liegen (das sieht man auch häufig, wenn einem noch ein Vertrag vorgelegt wird), bedeutet viel mehr, als nur auf Papiere und Stammbaum zu verzichten. Es hilft eben auch viel Tierleid zu ersparen.

Bengal-Katzen Züchter unter die Lupe nehmen

Bevor man also eine Bengalkatze kauft, sollte man sich bei anderen anerkannten Züchtern über die aktuellen Marktpreise informieren. Und die sind für ein Kitten aus einer anerkannten Zucht nun mal vierstellig (Bengalkatze Preis). Hier hat man dann schon einen Preis zur Orientierung und sollte dann wissen, wenn im Internet Kitten für viel weniger Angeboten werden, dass hier sicherlich etwas nicht stimmen kann. Vor allem, wenn das Katzenjunge dann auch noch aus dem Kofferraum heraus verkauft wird.

Bevor man sich für einen Züchter entscheidet, bei dem man sein Bengal Kätzchen kaufen möchte, sollte man also versuchen, möglichst viel über ihn in Erfahrung zu bringen. Sicherlich ist es nicht der erste Wurf, es muss also schon Käufer vorher gegeben haben. Sicherlich hat er auch einen Namen, den man im Internet suchen kann und vielleicht hat er sogar eine Webseite mit Gästebuch, in dem man schauen kann, ob es bereits Einträge gibt. Wobei man begeisterte Einträge von Neu-Kitten-Besitzern sicherlich auch faken kann. Stutzig werden sollte man immer, wenn man die Katzen vorher nicht besuchen kann.

Die meisten Züchter, die ja das Problem mit den Vermehrern auch kennen, werden sich sicherlich Zeit nehmen um Fragen zu beantworten, das eine oder andere Bild vorab zu verschicken und auch einen Termin auszumachen.

Worauf man beim Kauf einer Bengal unbedingt achten sollte:

Leider lesen auch Vermehrer und Betrüger solche Listen, deswegen sollte man auch immer seinen Bauch mitreden lassen, gerade, wenn es um den Kauf eines Lebewesens geht.

  • Die Kitten sollten mindestens zwölf Wochen alt sein. Auch wenn Katzenbabys um so süßer sind, je kleiner und schutzbedürftiger sie wirken, sie brauchen vorher ihre Mamakatze und ihre Geschwisterkatzen. Auch bei Bengalkatzen gilt, dass sie in den ersten drei Monaten ihre Familie brauchen. Selbst Wildkatzen brauchen ihre Mutter.
  • Wird die Katze als reinrassig verkauft, dann sollten unbedingt auch Papiere da sein. Alles andere sind Liebhabereien, Vermehrer oder sonstige windige Verkäufer. Mitgliedschaften in solchen Vereinen kosten nicht die Welt, Papiere und Stammbäume auch nicht.
  • Man sollte die Katzen vorab auch besuchen dürfen, um sich ein Bild von der Mamakatze und der Umgebung machen zu können. Oft sieht man, wie das Thema Katzen Haltung gehandhabt wird, was einen guten Eindruck vermittelt.
  • Die Kitten und die Mamakatze sollten auch in tierärztlicher Betreuung sein.

Bei einem seriösen Züchter kann es auch passieren, dass man einen Vertrag unterschreiben muss. So kann ein solcher zum Beispiel ausschließen, dass die Katze Freigänger wird. Oder das Bengal Kitten wird als Liebhaberkatze verkauft und damit eine weitere Zucht ausgeschlossen. Ein seriöser Züchter wird den Vertrag rechtzeitig ansprechen und einen damit nicht überfallen.

Betrug beim Bengalkatze kaufen

Eine weitere Gefahr besteht darin, dass man keine reinrassige Bengalkatze erhält. Sondern das man einem Betrüger aufsitzt, der einfach einen Bengalkater mit einer Hauskatze verpaart und die Kätzchen dann als Bengalkitten verkauft. Die hat dann vielleicht irgendwann das Aussehen einer Bengal, aber sicherlich nicht das Wesen oder den Charakter. Wenn man also das Muttertier nicht zu Gesicht bekommt, sollte man sehr stutzig werden. Wobei natürlich nichts gegen Mischlinge einzuwenden ist, wenn man weiß, was man kauft. Und nicht den Eindruck hat, hier hofft jemand auf die schnelle Mark. Nur, wie will man das ausschließen?

Chance für Bengalen in Not

Bevor man also am falschen Ende spart, weil man nur ein paar Euro für eine Rassekatze ausgeben möchte, sollte man sich einfach mal umhören. Es werden oft genug auch Rassekatzen im Tierheim abgeben und auch Bengalen können in Not geraten, weil ihre Halter sie nicht behalten können. Sicherlich wären solche Katzen dann eine gute Alternative zu einem Kätzchen aus zweifelshafter Herkunft.

Hier einige weitere Webseiten zum Thema Bengalen in Not:

Ebenfalls lesenswert zum Thema Vermehrer vs. Züchter:

Viele Tiere aus Vermehrerbetrieben landen übrigens dann im Tierheim oder bei Tiere in Not, es gibt ja nicht nur Bengalen in Not. Denn nicht immer kaufen die Menschen ja Tiere bei Vermehrern weil sie nur zu geizig sind, sondern eben auch, weil man ein Tier möchte, sich aber den Vierbeiner nicht von einem Züchter leisten kann. Kommen dann gesundheitliche Probleme auf einen zu, kann es richtig teuer werden. Wer sich das nicht leisten kann, gibt den Hund oder eben die Katze (auch eine hübsch anzusehende Bengalkatze, die eben zu billig gekauft wurde) ab.