Bengalkatzen ist eine sehr robuste Katze. Sie ist nicht besonders anfällig für Krankheiten. Dennoch sollte man einiges beachten, um die kleine Wildkatze möglichst gesund zu halten.

 

Einmal im Jahr zum Tierarzt

Einmal im Jahr sollte man mit einer Katze schon mal den Tierarzt aufsuchen. Das hat den Vorteil, dass er in einem Notfall oder Krankheitsfall die Katze auch kennt und so besser reagieren kann. Zur Gewöhnung an den Tierarzt kann es sogar Sinn machen in der Anfangszeit auch einfach so zum Tierarzt zu fahren, zum Beispiel für Streicheleinheiten durch die Sprechstundenhilfe. So verbindet die Katze den Besuch beim Tierarzt nicht automatisch mit etwas Unangenehmen. Für den Weg zum Tierarzt sollte die Katze unbedingt in einer sicheren Katzentransportbox untergebracht sein.

Katzensenioren gehen öfters zum Tierarzt

Katzensenioren sollten sogar zwei Mal im Jahr zum Tierarzt, damit dieser möglichst frühzeitig auf Veränderungen reagieren kann. Als Senior gelten die meisten Katzen bereits ab dem achten Lebensjahr, zumindest, wenn man der Futterindustrie glauben darf. Meist wird man aber wohl erst ab dem zehnten Lebensjahr wirkliche Veränderungen feststellen können, die auf das Alter zurückzuführen sind.

Regelmäßige Impfungen

Man sollte mit seinem Tierarzt unbedingt einen Impfplan und andere regelmäßige Maßnahmen durchsprechen. Eine reine Wohnungskatze muss sicherlich nicht unbedingt gegen Tollwut geimpft werden (es sei denn, man möchte sie im Urlaub mit über eine Grenze nehmen). Aber auch Würmer und andere Krankheitserreger können durchaus den Weg in die Wohnung oder ein Haus finden. Wichtig für ein Gespräch mit dem Tierarzt ist also:

  • Wohnungskatze, gesicherter Auslauf zum Beispiel im Garten oder Freigänger?
  • Eine Katze oder mehrere Katzen?

Katzenkrankheiten – die der Bengal zusätzlich zu schaffen machen

Leider gibt es auch einige Katzenkrankheiten, von denen vor allem Bengal-Katzen (oder eben nur vermehrt) betroffen sind. Die üblichen Katzenkrankheiten, die leider jede Katze, auch die Bengal, treffen können, sind hier also nicht aufgeführt. Außerdem ist die Bengal etwas empfindlich, was Bakterien betrifft, daher sollte ihr Futter immer ganz frisch serviert sein. Ansonsten droht eine Vergiftung. Vor allem im Sommer sollte das, was die Katze dann stehen lässt, ihrer Gesundheit zu liebe entsorgt werden. Bei Vergiftungserscheinungen sollte man übrigens immer gleich zum Tierarzt gehen.

Einige Krankheiten sind vererbbar. Auf einige kann sogar bei möglichen Elterntieren getestet werden. Seriöse Bengalkatzen Züchter werden dies sicherlich auch tun.

Feline Infektiöse Peritonitis

Die Feline Infektiöse Peritonitis (FIP) ist eine durch das Feline Coronavirus ausgelöste Infektionskrankheit. Eine häufige klinische Manifestation der FIP ist eine Bauchfellentzündung (Peritonitis). Es kann aber auch das Brustfell betroffen sein. Kommt es einmal zu einer klinischen Manifestation der Erkrankung, dann endet diese in aller Regel tödlich. Nicht bei jeder Katze, die infiziert ist, kommt es allerdings zum Ausbruch der Krankheit. Prinzipiell sind alle Katzenarten und Altersgruppen für FIP empfänglich. Am häufigsten befällt die Erkrankung Tiere im Alter von sechs Monaten bis fünf Jahren und ältere Tiere ab 14 Jahren. Die Krankheit wird von Katze zu Katze übertragen, besonders gefährdet sind Katzen, die in größeren Gruppen gehalten werden.
Unglücklicherweise haben Bengal Katzen ein größeres Risiko an der Felinen Infektiösen Peritonitis zu erkranken. Es gibt wohl eine Impfung, diese wird aber durchaus kontrovers diskutiert.

Weitere Katzenkrankheiten, von denen Bengalen besonders betroffen sind

Patella Luxation (PL)

Hier bei springt die Kniescheibe heraus. Kann sehr schmerzhaft für die Katze werden.

Progressive Retina Atrophie (PRA)

Netzhaut schrumpft. Die Katze kann mit 3 bis 5 Jahren völlig erblindet sein.

Polyzystische Nierenerkrankung (PKD)

Zystenbildung an den Nieren, am Ende steht das Nierenversagen.

Pyruvatkinasedefizienz (PK)

Diese führt zu Anämie. Am Ende steht ein multiples Organversagen.

Hypertrophen Kardiomyopathie (HCM)

Erkrankung des Herzmuskels. Die HCM ist die am häufigsten diagnostizierte Herzerkrankung bei Katzen.

Regelmäßiger Check der Bengalkatze

Zwar schafft die Bengal ihre Fellpflege ganz gut selbst, dennoch sollte man sich regelmäßig die Zeit nehmen, und die Katze bürsten, kraulen und vor allem dabei untersuchen. Dabei kann man das Fell auf Parasiten untersuchen und ein wachsamen Auge auf alles haben, was sich verändern könnte. Und vor allem auch eine Gewichtskontrolle durchführen, den die Bengal sollte keineswegs zu dick oder fett werden. Also kann man beim Kraulen gleich mal tasten, ob die Rippen noch zu spüren sind.

Gesundheitsfürsorge betrifft auch eine katzensichere Wohnung

Aber nicht nur Krankheiten können das Leben einer Katze verkürzen, auch ihre Neugierde kann ihr schaden und sogar ihren Tod bedeuten. Das gilt ganz besonders für eine so neugierige und furchtlose Rasse wie die Bengal. Um ihre Gesundheit zu erhalten, ist auch bei der Haltung einiges zu beachten, um eben alles katzensicher zu halten. Schließlich kauen die meisten Bengals gerne und machen nicht unbedingt vor Stromkabeln halt. Außerdem klettert diese Katze gerne und wird sich dabei nur ungern auf einen Kratzbaum einschränken lassen. Und auch gekippte Fenster können zu schweren Verletzungen führen.

Und natürlich ist eine artgerechte Ernährung gerade für die Bengal sehr wichtig.

Durchschnittliche Lebenserwartung einer Bengalkatze

Die durchschnittliche Lebenserwartung einer Bengal Katze liegt bei zwölf bis 16 Jahren.