Bengalkatze Kitten 3 Wochen alt.
Ein Bengal Kitten. Keine Langhaar-Version.

Cashmere Bengalen sind die langhaarige Variante der Bengal-Katze.

Die Bengalkatze ist eigentlich eine kurzhaarige Katze. Schließlich ist die wilde Bengalkatze mit einer kurzhaarigen Hauskatze verpaart worden (Herkunft Bengal). An der Entstehung der heutigen Bengalkatze als Hauskatze waren aber auch einige andere Katzenrassen beteiligt und so kann es immer wieder auch vorkommen, dass sich Gene dieser verpaarten Katzen durchsetzen. Das ist nicht verwunderlich, schließlich gab es in den 1970er Jahren, als die Rasse aus Hybriden entstanden noch keine Gentests, mit denen man bei den verwendeten Zuchttieren bestimmte Merkmale hätte bestimmen können.

Langhaarige Bengalen haben oft kurzhaarige Eltern – Cashmere werden aber auch gezüchtet

Und so kann auch mal eine langhaarige Bengal mit im Wurf liegen. Und das bei kurzhaarigen Eltern. Den auch kurzhaarige Katzen können das rezessive Gen weiter vererben. Wobei es wohl so ist, dass wenn beide Elternteile ein langes Fell haben, die Bengalbabys meist eben auch mit Langfellig zur Welt kommt. Das wird natürlich auch für die Zucht ausgenutzt.

Es gibt außerdem Bestrebungen, die langhaarige Variante der Bengalen als Cashmere Bengalen anerkennen zu lassen. Einige unabhängige Zuchtvereine haben die Cashmere Bengalen bereits anerkannt. Bei der Tica wird sie als Bengal longhair geführt, es wird aber auf den gleichen Rassestandard wie bei der Bengal verwiesen, in dem die Langhaar-Variante aber eben beim Fell Erwähnung findet.

Rassestandard Cashmere Bengalen

Der Rassestandard unterscheidet sich zu einer normalen Bengal nur beim Fell. So werden auch alle im Bengalstandard zugelassenen Farben bei der Cashmere akzeptiert. Zusätzlich sind aber auch noch bei den Bengalen natürlich vorkommende Farben erlaubt wie Chocolate, Cinnamon und Nonagouti und Verdünnungen aller Farben.

Die Zeichnung soll bei der Cashmere ebenfalls gut sichtbar sein.

Nur bei der Felllänge wird angegeben, dass bei den Cashmere Bengalen eben eine mittlere Länge erwünscht ist. Die Textur soll dabei unglaublich weich und seidig sein. Siehe auch Aussehen Bengalkatze.

Cashmere Pardino

Neben Longhair Bengale gibt es wohl noch die Bezeichnung Cashmere Pardino, unter denen diese langhaarigen Bengal Katzen zu finden sind. Das sollte man nicht mit dem Bardino Hund verwechseln, einen großen Hütehund, auch bekannt als Majorero Canario, wie der Name schön verrät, eine spanische bzw. kanarische Hunderasse.

Pardino

Pardino leitet sich vom lateinischen Wort Pardus und der Endung (Suffix) inus ab. Pardus bedeutet einfach Panther.

Als eigenständige Katzenrasse anerkannt sind die Cashmere Bengalen, auch Pardino Katzen, bei Tica als Langhaar Bengalen (Tica Bengal Longhair). Sie tauchen daher auch im Rassestandard der Bengal Katzen auf.

Unterschied im Aussehen nur beim Fell

Ob man sie nun langhaarige Bengal, Cashmere Bengal, Pardino oder Cashmere Pardino nennt. Es sind einfach nur Bengalen, die ein etwas längeres Fell haben. Der Unterschied zwischen den Bengal- und Cashmere-Katzen besteht ausschließlich im Fell. Struktur (weicher, seidiger, luxeriöser) und die Länge weichen voneinander ab. Muserung und Farbgebung selbst sind wieder gleich. Vom Aussehen her unterscheiden sich diese Varianten dieser Rasse also nicht. Und schon gar nicht im Charakter oder gar Wesen.